Was für ein Derby – und was für eine Mentalitätsleistung der Zebras vom TSV Ronsdorf!

Mai 11, 2026 | 1. Mannschaft

Mit einem am Ende deutlichen 5:2-Auswärtssieg beim SC Viktoria Rott setzte die Mannschaft ein starkes Zeichen – sportlich überzeugend, kämpferisch beeindruckend und emotional tief bewegend. Trotz zweier schwerer Schulterverletzungen und vieler Rückschläge während der Partie zeigte das Team enorme Moral und widmete den wichtigen Derby-Erfolg anschließend den verletzten Mitspielern Nico Langels und Robin Schworm. Bereits vor dem Anpfiff war zu spüren, wie fokussiert die Mannschaft dieses Derby anging. Für zusätzliche Motivation sorgte Hansi Nörenberg, der dem Team einen XXL-Korb mit frischen Früchten, Kraftriegeln und Isodrinks spendierte. Die Mannschaft nahm diese besondere Geste dankbar an und versprach noch vor dem Spiel, gemeinsam alles dafür zu geben, den wichtigen Derby-Sieg mit nach Ronsdorf zu nehmen – ein Versprechen, das die Zebras später eindrucksvoll einlösen sollten. Von Beginn an entwickelte sich auf dem Rotter Sportplatz ein intensives Derby mit hohem Tempo und vielen Zweikämpfen. Die Zebras aus Ronsdorf erwischten dabei den besseren Start und gingen bereits in der 8. Minute mit 1:0 in Führung. Die frühe Führung gab dem Team zunächst Sicherheit, doch die Freude hielt nicht lange an. Praktisch im direkten Gegenzug nutzte Viktoria Rott eine Unstimmigkeit in der Ronsdorfer Hintermannschaft und kam zum schnellen 1:1-Ausgleich. Noch schwerer wog jedoch die Szene in der 12. Minute. Nach einem unglücklichen Zweikampf verletzte sich Nico Langels schwer an der Schulter. Die Partie musste längere Zeit unterbrochen werden, ehe Nico mit dem Krankenwagen vom Platz gebracht werden musste. Ein Moment, der beide Mannschaften sichtbar bewegte und die Begegnung emotional prägte. Die Zebras mussten sich danach erst wieder sammeln, kämpften sich aber eindrucksvoll zurück in die Partie. Doch das Verletzungspech schlug erneut zu: In der 27. Minute verletzte sich auch Robin Schworm an der Schulter und konnte nicht weiterspielen. Für ihn kam der junge Noah Joel Fischer ins Spiel – und der Nachwuchskeeper zeigte sofort, warum ihm das Trainerteam vertraut. Mit mehreren starken Paraden hielt er seine Mannschaft in einer schwierigen Phase im Spiel und gab der Defensive wieder Stabilität. In der 30. Minute wurde Jona Ernst dann im Strafraum regelwidrig zu Fall gebracht. Der Gefoulte übernahm selbst die Verantwortung und verwandelte den fälligen Elfmeter souverän zur erneuten 2:1-Führung für die Zebras. Doch auch diesmal hielt die Führung nicht bis zur Pause. In der 40. Minute fiel erneut etwas überraschend der 2:2-Ausgleich für Viktoria Rott, sodass es mit einem turbulenten Remis in die Halbzeit ging. Nach dem Seitenwechsel präsentierte sich Ronsdorf deutlich konzentrierter und kontrollierter. Die Mannschaft wirkte fokussierter, gewann mehr Zweikämpfe und ließ defensiv kaum noch gefährliche Aktionen zu. Gleichzeitig erspielte sich das Team immer wieder gute Offensivaktionen. Der verdiente Lohn folgte in der 74. Minute: Phil Ketscher brachte die Zebras mit dem 3:2 erneut in Führung und sorgte damit für großen Jubel bei Spielern und mitgereisten Anhängern. Viktoria Rott versuchte anschließend noch einmal alles, doch Ronsdorf blieb konzentriert und setzte in der Schlussphase die entscheidenden Nadelstiche. In der 82. Minute trat dann Leitwolf Julian Bente zu einem Freistoß an – und verwandelte diesen sehenswert direkt zum 4:2. Ein Treffer der Extraklasse, der die Vorentscheidung bedeutete. Doch damit nicht genug: In der Nachspielzeit wollte auch Leon Spiecker seinen besonderen Moment haben. Frei nach dem Motto „Was Julian kann, kann ich auch“ zirkelte auch er einen Freistoß traumhaft zum 5:2-Endstand ins Netz und setzte damit den perfekten Schlusspunkt unter einen denkwürdigen Derbyabend. So überwog nach Abpfiff trotz aller Freude auch die Sorge um die beiden verletzten Spieler. Nico Langels und Robin Schworm werden der Mannschaft damit ausgerechnet im kommenden Pokalfinale gegen den Landesligisten 1. FC Wülfrath fehlen. Umso mehr war dieser Sieg ein emotionales Zeichen des Zusammenhalts innerhalb der Mannschaft. Ein Derby, das alles hatte: Tore, Emotionen, Rückschläge, Kampfgeist und große Moral. Die Zebras haben eindrucksvoll bewiesen, dass sie nicht nur spielerisch, sondern auch charakterlich eine echte Einheit sind – und dass sie ihr Versprechen an Hansi Nörenberg gehalten haben.